Über 60 % der Frauen, die unter Migräne leiden, bemerken einen deutlichen Zusammenhang mit ihrem Menstruationszyklus. Diese „menstruellen Migränen“ sind oft länger, intensiver und schwerer zu behandeln als gewöhnliche Attacken. Der Schuldige ist nicht der Zyklus selbst, sondern der Östrogenentzug.
Östrogen ist ein wirksamer Regulator der Gehirnchemie. Wenn der Östrogenspiegel unmittelbar vor der Menstruation einbricht, sinkt der Serotoninspiegel — der Neurotransmitter für das „Wohlbefinden“ — mit ihm. Dieser neurochemische Absturz löst die Freisetzung von Neuropeptiden und eine Entzündungskaskade in den Hirnhäuten aus.
Eine echte „reine menstruelle Migräne“ tritt nur im Zeitfenster zwischen 2 Tagen vor und 3 Tagen nach dem Beginn eines Zyklus auf. Eine „menstruationsbedingte Migräne“ bezieht sich auf Attacken, die in diesem Zeitraum, aber auch zu anderen Zeiten im Monat auftreten. Herauszufinden, in welche Kategorie Sie fallen, ist entscheidend für die Wahl des richtigen vorbeugenden Medikaments.
Die Aufzeichnung Ihres Zyklus parallel zu Ihren Migräneattacken ist der schnellste Weg, um ein hormonelles Muster zu bestätigen. Mit der Relief App können Sie beides protokollieren und Zusammenhänge automatisch visualisieren.
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