Eines der grausamsten Paradoxe der Medizin: Wenn Sie akute Schmerzmittel wie Triptane, Excedrin oder Ibuprofen zu häufig einnehmen, werden die Schmerzrezeptoren Ihres Gehirns hypersensibilisiert. Sobald die Wirkung des Medikaments nachlässt, löst das Gehirn einen „Rebound“-Kopfschmerz aus, was Sie dazu verleitet, mehr Medikamente einzunehmen — ein Teufelskreis entsteht.
Neurologen definieren die „Gefahrenzone“ als die Einnahme von Akutmedikamenten an mehr als 10 bis 15 Tagen pro Monat, je nach Wirkstoff. Ab diesem Punkt wird das Medikament selbst zum Auslöser. Aus diesem Grund haben viele chronisch Betroffene das Gefühl, dass ihre Medizin „nicht mehr wirkt“ — sie hat nicht aufgehört zu wirken, sie hat begonnen, den Schmerz zu verursachen.
Das Durchbrechen eines Rebound-Kreislaufs erfordert eine „Washout-Phase“. Unter ärztlicher Aufsicht müssen Sie das übermäßig eingenommene Medikament absetzen, damit sich Ihre Schmerzrezeptoren zurücksetzen können. Dies kann 2 bis 12 Wochen dauern. Während dieser Zeit werden nicht-pharmakologische Hilfsmittel wie die Grünlichttherapie und eine strikte Schlafhygiene zu unverzichtbaren Überlebenswerkzeugen.
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